Rechtsanwaltsfachangestellte (ReFas) und ReNos finden hier ihre zentrale Plattform mit allen Infos zu Ausbildung, Kanzleialltag, Karriere und Zukunft.

Rechtsanwaltsfachangestellter Ausbildung – Alles was du wissen musst
Rechtsanwaltsfachangestellter Ausbildung: Voraussetzungen
Die Ausbildung zur/zum Rechtsanwaltsfachangestellten setzt sowohl schulische als auch persönliche Voraussetzungen voraus, um den vielseitigen Anforderungen in einer Kanzlei gerecht zu werden. Für die Aufnahme der Ausbildung ist ein ein Hauptschul- oder Realschulabschluss bzw. die mittlerere Reife erforderlich. Besonders wichtig sind gute Deutschkenntnisse, da eine klare und präzise Kommunikation sowie eine ordentliche Ausdrucksweise zentral für die Arbeit sind. Auch solide Mathematikkenntnisse spielen eine Rolle, insbesondere für Aufgaben wie Gebührenberechnungen und Abrechnungen.
Neben der schulischen Grundlage sind persönliche Fähigkeiten entscheidend: Organisationstalent und Zuverlässigkeit sind essenziell, da die tägliche Arbeit in der Kanzlei strukturierte Abläufe und die Einhaltung von Fristen erfordert. Zudem sollten angehende Rechtsanwaltsfachangestellte sorgfältig, genau und verantwortungsbewusst arbeiten können.
Fun Fact
Jennifer Lopez hat als Rechtsanwaltsfachangestellte gearbeitet und Gisele Oppermann ist ausgebildete Rechtsanwaltsfachangestellte!
Wer zusätzlich Kommunikationsfähigkeit und eine Affinität zu juristischen Themen mitbringt, ist für den Ausbildungsalltag bestens gerüstet. Diese Eigenschaften erleichtern nicht nur den Umgang mit Anwälten, Mandanten, Behörden und Gerichten, sondern tragen auch zum Erfolg in diesem anspruchsvollen und abwechslungsreichen Beruf bei.
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Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten (ReFa) vs. Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten (ReNo)
Ein zentraler Unterschied zwischen der Ausbildung zur/zum Rechtsanwaltsfachangestellten (ReFa) und der Ausbildung zur/zum Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten (ReNo) liegt in den erweiterten Aufgabenbereichen der ReNo-Ausbildung.
Während Rechtsanwaltsfachangestellte sich auf die Tätigkeiten in einer Anwaltskanzlei spezialisieren, umfasst die Ausbildung zur/zum ReNo zusätzlich die Arbeit im Notariat. Das bedeutet, dass ReNos Qualifikationen im Bereich Beurkundung und Beglaubigung erwerben. Sie unterstützen Notare bei der Erstellung, Verwaltung und Abwicklung von notariellen Urkunden, wie z. B. Kaufverträgen, Eheverträgen oder Vorsorgevollmachten.
Merke
Eine Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte (ReNo) kann sowohl in einer Anwaltskanzlei als auch in einem Notariat arbeiten. Sie bringt zusätzliches Fachwissen in Bereichen wie Beurkundungen, Beglaubigungen und notarielle Vertragsabwicklungen mit.
Die Rechtsanwaltsfachangestellte (ReFa) hingegen ist ausschließlich für Tätigkeiten in einer Anwaltskanzlei ausgebildet und spezialisiert sich auf anwaltliche Abläufe, Mandantenbetreuung und Kanzleiorganisation.
Durch diese ergänzenden Fähigkeiten ist die Tätigkeit einer/s Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten besonders facettenreich, da sie sowohl die juristischen Prozesse in einer Kanzlei als auch die Arbeit im notariellen Bereich abdecken. ReNos haben so Zugang zu einem vielseitigeren Jobprofil und können sowohl in Rechtsanwaltskanzleien als auch direkt in Notariaten tätig sein.
Rechtsanwaltsfachangestellter Ausbildung: Ablauf und Dauer
Die Ausbildung zur/zum Rechtsanwaltsfachangestellten dauert in der Regel drei Jahre und ist dual aufgebaut. Sie kombiniert theoretisches Wissen, das im Berufsschulunterricht vermittelt wird, mit praktischen Erfahrungen im Ausbildungsbetrieb. Üblicherweise finden zwei Tage pro Woche Unterricht an der Berufsschule statt, während die restliche Zeit in einer Kanzlei gearbeitet wird. Die duale Struktur bietet somit eine ideale Mischung aus Praxis und Theorie.
Theorie in der Berufsschule
Im theoretischen Teil der Ausbildung erhalten Auszubildende fundierte Kenntnisse in:
- Rechtskunde: Vermittlung von Grundlagen des Zivil-, Straf- und Verfahrensrechts.
- Wirtschafts- und Sozialkunde: Verständnis für wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge.
- Kommunikation: Professioneller Umgang mit Mandanten und anderen Geschäftspartnern.
- Kanzleiorganisation: Effizientes und strukturiertes Arbeiten im Kanzleialltag.

Zusätzlich werden rechtliche und wirtschaftliche Inhalte wie das Gebührenrecht nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und Grundlagen der gerichtlichen Verfahren vermittelt.
Praxiseinblicke im Ausbildungsbetrieb
In der praktischen Arbeit der Kanzlei übernehmen Auszubildende vielseitige Aufgaben, darunter:
- Betreuung von Mandanten (persönlich und telefonisch).
- Fristenüberwachung und Aktenführung.
- Vorbereitung rechtlicher Dokumente, wie Schriftsätze oder Verträge.
- Unterstützung der Rechtsanwälte bei Zwangsvollstreckungen, Mahnverfahren und in Gerichtsverfahren.
Einstieg ins Berufsleben: Überblick über die Lehrjahre
- Erstes Lehrjahr
- Praxis: Einführung in das Rechnungswesen, Büromanagement, und das Vergütungs- und Kostenrecht eines Mandats. Außerdem lernen die Auszubildenden den professionellen Umgang mit Gesetzen und Verordnungen.
- Theorie: Unterricht zu Themen wie schuldrechtliche Regelungen, Arbeitsorganisation sowie Vertragsvorbereitung und -abwicklung.
- Zweites Lehrjahr
- Zwischenprüfung: Hier wird das Wissen des ersten Lehrjahres angewandt und geprüft.
- Praxis: Einführung in das Zwangsvollstreckungsrecht sowie Aufgaben in der Buchhaltung und eigenständige Bearbeitung von gerichtlichen Mahn- und erstinstanzlichen Verfahren.
- Theorie: Themen wie die Erfassung, Kontrolle und Bewertung von Geschäftsprozessen sowie die Beurteilung der wirtschaftlichen Auswirkungen auf betriebliche Entscheidungen stehen im Mittelpunkt.
- Drittes Lehrjahr
- Praxis: Hinführung zu einer selbstständigen und routinierten Arbeitsweise. Auszubildende übernehmen eigenständig Aufgaben und arbeiten verantwortungsvoll im Team.
- Theorie: Vertiefung der Kenntnisse in Rechtsmittel-, Rechtsbehelfsverfahren, Zwangsvollstreckung, Familien- und Erbrecht sowie besonderen Verfahren.
Abschlussprüfung
Nach dem dritten Lehrjahr erfolgt die Abschlussprüfung, die den Übergang ins Berufsleben markiert. Diese Prüfung wird von der zuständigen Rechtsanwaltskammer organisiert und überprüft sowohl das theoretische als auch das praktische Wissen der Auszubildenden. Die Abschlussprüfung setzt sich aus zwei Teilen zusammen: einem schriftlichen und einem mündlichen Bereich.
1. Der schriftliche Teil
Im schriftlichen Teil der Abschlussprüfung wird Fachwissen aus verschiedenen Bereichen abgefragt, die während der Ausbildung erlernt wurden. Zu den Prüfungsfächern gehören:
- Wirtschafts- und Sozialkunde: Hierbei geht es um die Grundlagen wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Zusammenhänge sowie Arbeitsrecht und Sozialrecht.
- Geschäfts- und Leistungsprozesse: Wissen über die Organisation und Abläufe in einer Kanzlei.
- Rechnungswesen: Abrechnungen und Finanzen, insbesondere der Umgang mit Vergütungen nach der Rechtsanwaltsvergütungsverordnung (RVG).
- Rechts- und Zivilprozessrecht: Anwendung der Grundsätze des Zivil-, Straf- und Verfahrensrechts auf konkrete Fälle.
- Fachbezogene Informationsverarbeitung: Umgang mit relevanter Software für die Kanzlei, wie Programme für die Aktenverwaltung oder zur Berechnung von Gebühren und Fristen.
- Rechtsanwendung im Rechtsanwaltsbereich: Prüfungsfragen zu typischen Aufgaben und Problemen im anwaltlichen Alltag.
Der schriftliche Teil deckt somit alle wesentlichen Bereiche und Tätigkeitsfelder ab, die Rechtsanwaltsfachangestellte in ihrem Beruf benötigen.
2. Der mündliche Teil: Fachgespräch im Prüfungsbereich Mandantenbetreuung
Im mündlichen Teil der Abschlussprüfung wird ein Fachgespräch im Prüfungsbereich Mandantenbetreuung durchgeführt. Hier werden die kommunikative Kompetenz und das praktische Handlungswissen der Prüflinge getestet.
Im Fachgespräch geht es beispielsweise um:
- Die professionelle Betreuung und Beratung von Mandanten.
- Den Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen.
- Konkrete Fallbeispiele aus dem Kanzleialltag, wie das Erklären von Fristen, Gebühren oder Verfahrensabläufen.
- Die Anwendung rechtlicher Kenntnisse auf konkrete Mandantensituationen.
Rechtsanwaltsfachangestellter Ausbildung: Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung für angehende Rechtsanwaltsfachangestellte variiert je nach Region, Kanzlei und Tarifvertrag. In vielen Fällen orientiert sich die Vergütung an den Empfehlungen der Rechtsanwaltskammern und liegt teils auch darüber. Ein Beispiel bietet die Hanseatische Rechtsanwaltskammer, die für die Höhe der Ausbildungsvergütung folgende Richtwerte vorgibt:
- 1. Ausbildungsjahr: 850 € pro Monat
- 2. Ausbildungsjahr: 950 € pro Monat
- 3. Ausbildungsjahr: 1.050 € pro Monat

Diese gestaffelte Vergütung spiegelt die zunehmende Verantwortung und die wachsenden fachlichen Kenntnisse der angehenden Rechtsanwaltsfachangestellten wider. Kanzleien, insbesondere größere Sozietäten, bieten häufig zusätzliche Benefits wie Fahrtkostenzuschüsse, Büchergutscheine oder die Übernahme von Fortbildungskosten. Insgesamt bietet die Ausbildung zur/zum Rechtsanwaltsfachangestellten eine angemessene finanzielle Grundlage zur Deckung des Lebensunterhalts während der Ausbildungszeit.
Aufgaben und Ausbildungsinhalte einer/eines Rechtsanwaltsfachangestellten
Rechtsanwaltsfachangestellte spielen eine zentrale Rolle in Kanzleien und unterstützen Rechtsanwälte bei ihrer täglichen Arbeit. Während der Ausbildung lernen Rechtsanwaltsfachangestellte alle relevanten Aufgaben und Abläufe, die für den Kanzleibetrieb essenziell sind. Zu den Hauptaufgaben und Ausbildungsinhalten zählen:
1. Mandantenbetreuung
- Sie sind erster Ansprechpartner für Mandanten – ob persönlich, telefonisch oder schriftlich.
- Sie klären Anliegen, vereinbaren Termine und sorgen für eine professionelle Betreuung der Mandanten.
2. Korrespondenz
- Verfassen von Schriftsätzen, Verträgen und anderen juristischen Dokumenten.
- Kommunikation mit Gerichten, Behörden und anderen Kanzleien.
- Sicherstellung einer korrekten und fristgerechten Bearbeitung aller Schreiben.
3. Termin- und Fristenüberwachung
- Organisation von Besprechungen, Gerichtsterminen und anderen Veranstaltungen.
- Überwachung und Einhaltung von rechtlich relevanten Fristen, damit keine Versäumnisse entstehen.
4. Aktenführung
- Anlegen, Pflegen und Verwalten von Akten, sowohl physisch als auch digital.
- Sicherstellung eines reibungslosen Ablaufs durch geordnete und vollständige Dokumentationen.
5. Kosten- und Gebührenrecht
- Berechnung von Vergütungen und Anwaltskosten gemäß der Rechtsanwaltsvergütungsordnung (RVG).
- Erstellung von Abrechnungen und Rechnungen gegenüber Mandanten.
6. Zwangsvollstreckung
- Bearbeitung von Mahnverfahren und Unterstützung bei der Durchsetzung von Forderungen.
- Durchführung von Aufgaben im Bereich der Zwangsvollstreckung, wie etwa Pfändungen oder Vollstreckungsanträge.

Zusammenfassend
Die Aufgaben und Ausbildungsinhalte bereiten angehende Rechtsanwaltsfachangestellte optimal auf den abwechslungsreichen Berufsalltag vor. Organisationstalent, Präzision und Verantwortungsbewusstsein sind in diesem Beruf besonders gefragt.
Digitalisierung im Beruf der Rechtsanwaltsfachangestellten
Die fortschreitende Digitalisierung verändert zunehmend die Arbeitswelt, und auch der Beruf der Rechtsanwaltsfachangestellten bleibt davon nicht unberührt. Neue Technologien und Verfahren eröffnen nicht nur spannende Möglichkeiten, sondern erfordern auch zusätzliche Qualifikationen und Anpassungsfähigkeit. Rechtsanwaltsfachangestellte können von diesen Entwicklungen profitieren, indem sie sich mit modernen Tools und Systemen vertraut machen. Einige der wichtigsten Themenfelder sind:
- Compliance-Management-Systeme (CMS): Mithilfe modernster Systeme können Rechtsanwaltsfachangestellte die Einhaltung von Vorschriften und Gesetzen effizient überwachen und die Kanzlei aktiv bei der Einhaltung von Compliance-Vorgaben unterstützen.
- E-Akte: Der traditionelle Umgang mit Papierakten wird zunehmend durch elektronische Akten ersetzt. Rechtsanwaltsfachangestellte können E-Akten einsehen, bearbeiten und Gerichtsunterlagen digital abrufen – das spart Zeit und schafft mehr Übersichtlichkeit.
- E-Invoicing: Die Digitalisierung erleichtert auch die Buchhaltung. Mit speziellen Buchhaltungsprogrammen können Rechnungen für Beratungsdienstleistungen schnell und fehlerfrei erstellt und versendet werden.
- Legal Technology (Legal Tech): Immer mehr Kanzleien setzen auf Softwarelösungen und Online-Dienste, die juristische Prozesse automatisieren oder erleichtern. Rechtsanwaltsfachangestellte spielen hier eine Schlüsselrolle, da sie die Schnittstelle zwischen Software und juristischem Alltag bilden.
Merke
Die Digitalisierung bleibt ein zentrales Thema, das viele Arbeitsprozesse im Beruf der Rechtsanwaltsfachangestellten vereinfacht und effizienter gestaltet. Gleichzeitig eröffnet sie die Chance, sich durch den Umgang mit neuen Technologien weiter zu qualifizieren und auf dem Arbeitsmarkt noch gefragter zu sein.
Berufliche Perspektiven nach der Ausbildung zur/zum Rechtsanwaltsfachangestellten
Die beruflichen Perspektiven, sowie die gehaltlichen Perspektiven nach der Ausbildung zur/zum Rechtsanwaltsfachangestellten sind vielfältig und bieten zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten. Qualifizierte Rechtsanwaltsfachangestellte sind in verschiedenen Bereichen gefragt, die weit über den Einsatz in klassischen Anwaltskanzleien hinausgehen.
Beschäftigungsmöglichkeiten:
- Kleinere und mittelständische Kanzleien: Enge Zusammenarbeit mit Anwälten, vielfältige Aufgabenbereiche.
- Großkanzleien: Spezialisierte Tätigkeiten in großen Teams, oft mit internationalem Bezug.
- Rechtsabteilungen von Unternehmen: Unterstützung bei der rechtlichen Organisation und Abwicklung von Unternehmensprozessen.
- Banken und Versicherungen: Mitarbeit in Rechts- und Compliance-Abteilungen.
- Öffentliche Verwaltung: Tätigkeit in Gerichten, Justizbehörden oder anderen staatlichen Institutionen.

Berufsaussichten:
Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Rechtsanwaltsfachangestellten bleibt beständig hoch. Besonders in wirtschaftlich starken Regionen und Großstädten, wo viele Kanzleien und Unternehmen ihren Sitz haben, gibt es hervorragende Beschäftigungsmöglichkeiten. Neben sicherer Anstellung profitieren Rechtsanwaltsfachangestellte auch von der Möglichkeit, sich in spezialisierten Bereichen weiterzuentwickeln.
Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung zur/zum Rechtsanwaltsfachangestellten eröffnen sich hervorragende berufliche Perspektiven, da gut ausgebildete Fachkräfte stark nachgefragt sind. Neben Tätigkeiten in Rechtsanwaltskanzleien können Rechtsanwaltsfachangestellte auch in den Rechtsabteilungen von Unternehmen, Banken, Versicherungen oder öffentlichen Verwaltungen arbeiten. Für ambitionierte Absolventinnen und Absolventen bieten sich zudem spannende Möglichkeiten zur Weiterbildung und beruflichen Weiterentwicklung.
Weiterbildungsmöglichkeiten
Zu den beliebtesten Weiterbildungen gehören:
- Rechtsfachwirt/in: Spezialisierung auf Kanzleiorganisation, Personalführung und vertiefte Rechtskenntnisse, ideal für leitende Positionen in Kanzleien.
- Fachwirt/in für Büro- und Projektorganisation: Fokus auf optimierte Büroprozesse und Projektmanagement, besonders wertvoll für größere Organisationen.
- Betriebswirt/in (Fachschule) – Recht: Höhere Qualifikation im rechtlichen und wirtschaftlichen Bereich, oft für Führungspositionen verwendet.
Studiumsperspektiven für Rechtsanwaltsfachangestellte
Nach oder während der Ausbildung zur/zum Rechtsanwaltsfachangestellten besteht die Möglichkeit, ein Studium aufzunehmen und damit die berufliche Laufbahn weiter auszubauen. Besonders attraktiv ist der Bachelor of Laws (LL.B.), der speziell auf juristische und wirtschaftliche Fragestellungen ausgerichtet ist. Für angehende Studierende, die keine klassische Hochschulzugangsberechtigung (z. B. Abitur) vorweisen können, kann eine abgeschlossene Ausbildung – insbesondere in Verbindung mit relevanter Berufserfahrung – unter bestimmten Voraussetzungen den Zugang zu einem fachgebundenen Studium ermöglichen.
Das Studium vertieft das rechtliche Wissen und eröffnet zugleich neue Karrierewege, etwa in den Bereichen Rechtsberatung, Unternehmensführung oder in der öffentlichen Verwaltung. Die Kombination aus akademischer Weiterbildung und praktischer Erfahrung sorgt für exzellente Entwicklungsperspektiven.
Voraussetzungen für den Zugang zum Studium
- Hochschulzugangsberechtigung: Eine begonnene oder erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung zur/zum Rechtsanwaltsfachangestellten berechtigen zum fachgebundenen Hochschulzugang.
- Option auf Weiterbildung: Nach dem Bachelor of Laws gibt es die Möglichkeit, einen Master of Laws (LL.M.) zu absolvieren und sich weiter zu spezialisieren.
Karrieresprung durch duale oder berufsbegleitende Studiengänge
Besonders spannend ist der berufsbegleitende oder duale Studiengang Wirtschaftsrecht (LL.B.), der speziell für ausgebildete Rechtsanwaltsfachangestellte und Auszubildende entwickelt wurde. Dieser Studiengang ermöglicht es, parallel zur Berufstätigkeit oder Ausbildung akademische Qualifikationen zu erwerben – ein Modell, das nicht nur Fachkräfte gezielt fördert, sondern auch den Kanzleien den Vorteil von hochqualifizierten Mitarbeitern bietet. Nach Abschluss des Bachelor-Studiums besteht für engagierte Absolventen die Perspektive, ein weiterführendes Master-Studium (LL.M.) in Angriff zu nehmen.
Mit diesen Möglichkeiten kombinieren Rechtsanwaltsfachangestellte ihre fundierte praktische Erfahrung mit akademischen Kompetenzen, was ihnen langfristig exzellente Karrieremöglichkeiten in der Rechtsbranche oder darüber hinaus bietet.
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